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DER WELTBERÜHMTE ORIGINAL
Don Kosaken Chor Serge Jaroff

Konstantin Chimtschenko
(oder Constantin Chimtchenko, Константин Чимченко)

1929
1931
1933
1935

Mitglied von etwa 1928 bis 1935. Der Sänger verliess Anfang 1935 mit sieben weiteren Sängern zusammen wegen Streitigkeiten den Donkosakenchor Serge Jaroff.

Er ist auf Chorfotos des neu gegründeten "Don-Kosaken-Chor nam. Atamann General Kaledin Dirigent N. Herzog von Leuchtenberg" abgebildet. Ab 1940 ist er auf Chorfotos nicht mehr abgebildet.

Spätestens ab Mitte 1941 (Angriff auf Sowjetunion / Beginn der Vergeltungsbombardierung deutscher Städte ) dürften die Auftritte von Kosakenchören nicht mehr erwünscht gewesen sein, was zu einer Auflösung dieser Chöre führte.

Auf Chorfotos "Don-Kosaken-Chor nam. Atamann General Kaledin"

Laut einem Stellungnahme-Schreiben des Sekretärs des Donkosakenchores S.Jaroff zu einer Denunziation des Chorleiters und einiger seiner Mitglieder im Jahr 1936 im III.Reich, Deutschland, geht hervor, dass K. Chimtschenko den Posten des Kassierers innehatte.

...Vor allem stand Herr Chimtschenko zu Herrn Jaroff in ausgesprochen freundschaftlichen Beziehungen. Als Beweis dafür Führer ich folgendes an:

Im Chore gibt es verschiedene Verwaltungsämter, z.b. das des Administrators, des Sekretärs, des Buchhalters und des Kassierers, ferner einen Untersuchungsausschuss. Die Mitglieder, die diese Posten besetzen, werden vom Chore gewählt, mit Ausnahme des Kassierers, der vom Dirigenten selbst bestimmt wird.

Für diesen Posten kommt also nur ein Mitglied in Frage, dem Herr Jaroff sein ganz besonderes Vertrauen schenkt und schenken muss, da er selbst -Jaroff- ja wiederum die gesamten Chore für die Verwaltung der Gelder Rechenschaft ablegen muss. Herr Chimtschenko hat oft mir gegenüber sich dahin geäussert, wie stolz er darauf wäre, Herrn Jaroff’s ganz besonderes Vertrauen zu geniessen.

Die freundschaftliche Beziehung zwischen Herrn Jaroff und Herrn Chimtschenko bestanden bis zu dem Augenblick, in dem Letzterer sich negativ politisch über Deutschland äußerte, und im daraufhin von Herrn Jaroff die Kassenfülhrung entzogen wurde.

Nachdem er sich einige Zeit später entschuldigte, wurde im die bereits entzogene Kassenführung wiederum übertragen.

Nach einem Vorfall in Mexiko, verlockt durch die überaus große Gastfreundschaft der Mexikaner vergassen einige Chormitglieder die Ihnen gezogenen Grenzen und betranken sich, Bestrafungen folgten, gegen die sich die Betroffenen auflehnten und endlich kündigten.

...Sein gespanntes Verhältnis zu Mitglied Levtschenko beruht, auf einen geradezu lächerlichen Anlass. Während einer Rast auf einer Autobusreise - bei scheuslichem, nasskaltem Schneewetter - an dem die Mitglieder mit schwarzen Hüten bekleidet waren,sagte Levtschenko scherzend zu ihm:

"Wissen Sie, heute sehen Sie einem Rabbiner ähnlich." Zweimal redete er ihn sogar mit "Herr Rabbiner Chimtschenko" an; selbstverständlich war die Anrede ganz harmlos gemeint. Herr Chimtschenko jedoch war schwer beleidigt und blieb es bis zu seinem Austritt aus dem Chore.

Siegfried Tiefenbeck


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